Alte Nationalgalerie

Bereits aus der Ferne macht die Alte Nationalgalerie einen recht erhabenen Eindruck, denn weiträumig um das Gebäude zieht sich ein Säulengang, der den Blick auf das Museum zunächst nur spärlich freigibt. Tritt man dichter heran und hat einen unverstellten Blick, gibt es allerdings viel zu sehen: Die zweigliedrige Freitreppe führt verwinkelt nach oben und führt den Besucher an den Fuß eines Reiterstandbildes, welches vor dem Gebäude thront. Hinter Standbild und Freitreppe ragt das Gebäude mit einer eigenen Säulenhalle hervor. Von der aufwendigen Struktur der Fassade beeindruckt, übersieht so mancher Museumsbesucher schlichtweg den Eingang. Der ist zentral unter der Treppe in einer unscheinbaren Toreinfahrt zu finden.

Hat man sich an der interessanten Fassade sattgesehen und betritt die Ausstellungsräume, hat man einige einzigartige Kunstwerke vor sich. Ausgestellt sind auf drei großen Stockwerken zum Teil herausragende Werke aus Klassizismus, Romantik, Biedermeier, Impressionismus und beginnender Moderne. Besucher haben die Möglichkeit, sich einen so genannten Audio-Guide auszuleihen. Über Kopfhörer werden hier die wichtigsten Werke anschaulich erklärt.

Als Berlin 1949 in Ost und West geteilt wurde, wurde auch die Sammlung der Nationalgalerie entsprechend den Auslagerungsorten zwischen den beiden Stadtteilen aufgeteilt. Während die Werke, die Ost-Berlin zugesprochen worden waren, in der Alten Nationalgalerie verblieben bzw. dort hingebracht wurden, kamen die Werke West-Berlins zunächst in die Orangerie des Schloss Charlottenburg und später, 1968, in einen Neubau nahe des Potsdamer Platzes, der Neuen Nationalgalerie.

Foto: RAHOUSE  / pixelio.de


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