Britische Botschaft

Die britische Botschaft in Berlin

Foto: Michael Fuery / iStockphoto

Lässt man den Pariser Platz im Rücken und biegt rechts in die Wilhelmstraße ein, wird man zunächst von unfreundlichen Straßenpollern begrüßt, die man als Fußgänger oder Radfahrer jedoch problemlos passieren kann. Der folgende kurze Abschnitt der Wilhelmstraße beherbergt die gut gesicherte Britische Botschaft. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York kam die Stadt Berlin den Briten bei ihrem Wunsch nach erhöhter Sicherheit nach, da sich die Briten an den folgenden militärischen Einsätzen weltweit beteiligten. Und diese Vorsichtsmaßnahme wurde bis heute beibehalten. Der Neubau ist weltweit übrigens der erste Botschaftsbau, der rein privat finanziert wurde und von den Briten nur gemietet ist.

Das postmoderne Botschaftsgebäude ist besonders im Eingangsbereich pfiffig. Die an sich langweilige Sandsteinfassade wird durch ein riesiges Loch durchbrochen, aus dem zwei große, bunte Baukörper ragen. Zusammen mit dem wiederum schlichten Eingangstor ergibt sich ein etwas verstörendes Erscheinungsbild, eine durchaus gewagte Mischung aus britischem Understatement und frecher Popkultur. Die britische Königin scheint zumindest keine Einwände gehabt zu haben: Sie eröffnete das Gebäude im Juli 2000 bei einem großen Festakt – woran sich viele Berliner auch heute noch erinnern, denn damals musste das halbe Stadtzentrum aus Sicherheitsgründen abgesperrt werden.