Martin-Gropius-Bau

Martin-Gropius-Bau in Berlin

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Direkt neben dem Gelände der Stiftung “Topographie des Terrors”, ebenfalls in der Niederkirchnerstraße, liegt das renommierte Ausstellungshaus Martin-Gropius-Bau. Während viele Museumsbauten nach ihren Stiftern benannt werden, trägt dieses Werk den Namen seines Architekten. Gropius, ein Großonkel des berühmten Bauhaus-Architekten Walter Gropius, wurde mit vielen Villen-, aber auch einigen Krankenhausbauten bekannt und wurde somit zu einem der berühmteste Privatarchitekten der Stadt.

Der Bau liegt gerade noch im Bezirk Kreuzberg, direkt angrenzend an den Bezirk Mitte, und befand sich bis zur Wiedervereinigung 1990 direkt auf der westlichen Seite der Mauer. Das Gebäude liegt in Wurfweite zum Potsdamer Platz und hat allein schon deswegen einen regen Publikumsverkehr. Das Haus beherbergt keine Dauerausstellungen sondern zeigt fast ausschließlich Sonderausstellungen. Diese gehören mitunter zu den interessantesten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst der ganzen Stadt. Viele internationale Kunstgrößen haben hier bereits ausgestellt, weswegen das Haus auch in der weltweiten Kunstszene ein Begriff ist. Dementsprechend groß kann der Andrang an den Kassen sein. Doch ein Besuch lohnt sich, allein der Lichthof im Gebäude mit seinen vielen Mosaiken an den Wänden ist sehenswert. Aber auch ohne Eintrittskarte sollte man einen Blick hineinwerfen: Der üppig bestückte Museumsshop ist nicht nur etwas für Kunstliebhaber.