Potsdamer Platz

Potsdamer Platz

Friedberg / Fotolia

Der Potsdamer Platz ist eines der Wahrzeichen des “neuen Berlins”. In Zeiten des Kalten Krieges beeindruckte das Gelände in erster Linie durch seine überwältigende Leere. Kein Wunder, schließlich verlief die Mauer direkt am Areal entlang und war deswegen für Zivilisten gesperrt. In diesem Niemandsland fand 1990, kurz nach dem Fall der Mauer, das inzwischen legendäre “The Wall”-Konzert von Roger Waters (Pink Floyd) statt. Bislang gilt dieses Konzert als das größte der Rockgeschichte.

Nach der Wende hat sich auf dem Gelände einiges getan, das Niemandsland ist nicht mehr wiederzuerkennen. Das Areal wurde von zwei Konzernen aufgekauft und aufgeteilt in das so genannte “Quartier Daimler” (oder auch “Daimler City”) und das so genannte “Sony Center”. Mitten zwischen den in Rekordzeit hochgezogenen Wolkenkratzern liegt das Herzstück des Potsdamer Platzes, der Marlene-Dietrich-Platz. Hier, im “Theater am Potsdamer Platz”, laufen unter anderem die Film-Stars der Berlinale über den Roten Teppich und zeigen sich den Fans. Im “Quartier Daimler” kommen zudem in der großen Einkaufs-Mall alle Shopping-Süchtigen auf ihre Kosten.

Zwischen den ganzen Menschenmassen und dem Verkehrstrubel geht eine Besonderheit fast unter: An der Kreuzung Potsdamer Straße/ Leipziger Platz steht eine der ersten Verkehrsampeln überhaupt. Im Gegensatz zu den heutigen Ampel sind die drei Lichter horizontal statt vertikal angebracht. Den Verkehr regelt diese Ampel natürlich nicht mehr und steht dort nur noch zur Ansicht.