Gallery Weekend Berlin

Foto: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Die Kunstszene in Berlin ist so lebendig und aufregend wie in kaum einer anderen Stadt. Wer sich allerdings fragt, wo man die vielen Galerien abseits der großen Museen überhaupt findet, der ist beim Gallery Weekend Berlin genau richtig, denn hier präsentieren sich vom 26. bis zum 28. April zahlreiche Ausstellungshäuser mit ihren Kunstwerken. Bei der letzten Ausgabe der Gallery Weekend im letzten Jahr nahmen über 50 Galerien teil, die rund 1000 internationale und nationale Gäste begrüßten. Für die Galeristen war das Wochenende ein echter Erfolg, denn neben den neugierigen Besuchern reisten auch einige kaufkräftige Sammler aus zum Beispiel den USA, aus Russland und aus China an, die schließlich nicht mit leeren Koffern wieder nach Hause flogen.

Weiter Infos wie zum Beispiel einem Stadtplan mit allen teilnehmenden Galerien gibt es hier.

Kunstfans kommen in Berlin bekanntlich immer auf ihre Kosten, auch außerhalb des Gallery Weekend. Die Lange Nacht der Museen findet zum Beispiel inzwischen sogar zweimal im Jahr statt.

Gallery Weekend Berlin in verschiedenen Galerien in der ganzen Stadt (Infos: s. Veranstalter-Website); vom 26. bis zum 28. April


Berliner Halbmarathon

Foto: Klicker / pixelio.de

Der “Winterspeck” ist auf manchen Hüften zwar noch zu sehen, doch die Berliner Parks und andere Trainingsstrecken sind zugleich auch wieder gut bevölkert. Trainingsziel vieler Läufer ist der Berliner Halbmarathon, dem wohl größten und zugleich anspruchsvollsten seiner Art in Deutschland. Wie auch beim Marathon im September, sind am 7. April beim Halbmarathon Sportler aus aller Welt am Start. Die Strecke misst exakt 21,0975 Kilometer, also genau die Hälfte der Marathon-Strecke (42,195 Kilometer).

Start und Ziel befinden sich auf der Karl-Marx-Allee zwischen Gruner- und Schillingstraße in Berlin-Mitte. Gleich zu Beginn geht es am Alexanderplatz und der Museumsinsel vorbei, über Unter den Linden und durch das Brandenburger Tor. Vorbei an der Siegessäule geht es weiter in Richtung Westen zum Schloss Charlottenburg. Dort angekommen, läuft das Feld in Richtung Süden und biegt nach ein paar Kilometer weiter wieder in Richtung Westen ab, um über den Kurfürstendamm und den Potsdamer Platz wieder auf die Karl-Marx-Allee mit dem Zielstrich zu kommen.

Die Strecke ist zwar ordentlich breit, doch eng werden dürfte es trotzdem: Über 30.000 Läufer werden erwartet, davon knapp 1800 Inlineskater. Die Läufer starten um 10.45 Uhr, die Rollstuhlfahrer und Handbiker um 10.35 Uhr, die Inlineskater gehen um 10.10 Uhr auf die Strecke. Bei den Läufern sind zwei Startwellen im Abstand von 3 Minuten eingeplant.

Berliner Halbmarathon am 7. April, Start und Ziel auf der Karl-Marx-Allee zwischen Gruner- und Schillingstraße; weiter Infos gibt’s im Internet


Tour-Guide: Von der Schlossbrücke bis zum Marx-Engels-Forum

Foto: Henry Czauderna / fotolia.com

Das Zentrum von Berlin ist vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten. Allein auf der Museumsinsel kann man ein ganzes Wochenende verbringen – natürlich nur, wenn man die Museen nicht nur von außen betrachtet und sich auch die Ausstellungen anschaut. (Das derzeit wohl größte Highlight ist übrigens die Nofretete-Büste im Neuen Museum.) Die Schnittstelle Karl-Liebknecht-Straße / Unter den Linden ist ausgesprochen spannend und voll von Geschichte. Diese recht kurze Tour hat es also in sich.

Wir starten unseren Spaziergang (denn nur als solcher macht diese Strecke Sinn) auf der Schlossbrücke, die die Karl-Liebknecht-Straße, die direkt am Alexanderplatz entlangführt, und die Flaniermeile Unter den Linden verbindet. Geht man in Richtung Osten (also in Richtung Alexanderplatz), liegen gleich auf der linken Seite die Gebäude der Museumsinsel mit dem vorgelagerten Lustgarten. Daneben, auf derselben Straßenseite, überragt die Kuppel des Berliner Doms sämtliche Gebäude in der Nähe, während direkt auf der anderen Straßenseite der Schlossplatz und das Areal des Berliner Stadtschlosses liegt. Geht man nun die paar Schritte weiter und überquert die nächste Brücke, liegt zur rechten Hand schließlich das begrünte Areal des Marx-Engels-Forums.

Anmerkung: Das Gelände, auf dem das ursprüngliche Stadtschloss stand, ist derzeit noch verwaist (Stand: 2013). Das Schloss soll allerdings wieder aufgebaut werden. Baubeginn ist nach derzeitigem Stand das Jahr 2014, Fertigstellung soll 2019 sein.

Hier geht’s zu den Sehenswürdigkeiten dieser Tour:

Schlossbrücke

Lustgarten

Berliner Dom

Marx-Engels-Forum

 


Rosenmontag im Soda Club

Foto: Markus Walti / pixelio.de

Karneval, Fasnacht und Fasching gehören zum Rheinland wie die Brezel nach Bayern. Und so wendet man sich auch in Berlin am besten an Rheinländer, geht es um die “fünfte Jahreszeit”. Echte Profis bei allen Belangen rund um die rheinische Lebenskultur sind die Macher des Kult-Lokals “Ständige Vertretung”, die den Rosenmontag allerdings nicht in den eigenen Räumen begehen, sondern in den Soda Club in der Kulturbrauerei (Prenzlauer Berg) laden. Am 11. Februar ab 17 Uhr wird hier mit närrischem Tanz und Frohsinn der Höhepunkt der Faschingszeit zelebriert.

Die “Ständigen Vertretung” selbst (die in Berlin gerne auch lapidar “StäV” genannt wird) ist wiederum ebenfalls eine Empfehlung und liegt am Schiffbauerdamm direkt gegenüber dem S- und U-Bahnhof Friedrichstraße. Alle wichtigen Regierungsgebäude liegen in Fußmarschnähe und so treffen sich hier immer wieder Politiker aller Parteien – auch hochrangige – um sich untereinander oder mit Journalisten auszutauschen. In erster Linie geben sich natürlich Politiker aus dem Rheinland hier die Klinke in die Hand, um in dem urgemütlichen Ambiente ein paar Heimatgefühle hochkommen zu lassen. Gern und oft gesehen war hier beispielsweise Franz Müntefering zu Zeiten von Rot-Grün, der dem Hörensagen nach auch gelegentlich den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder im Schlepptau hatte. “Münte” kommt angeblich nach wie vor in die “StäV”, um sich ein Kölsch zu gönnen.

Die fünfte Jahreszeit dauert noch bis zum 13. Februar. Auch Auswärtige haben also noch genügend Zeit, um in Berlin ein wenig mitzufeiern. Gutes Essen darf dabei natürlich nicht fehlen: man schaue zum Beispiel hier.

Rosenmontag im Soda Club auf dem Gelände der Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin; am 11. Februar, 17 Uhr


Essen in Berlin: Gut muss nicht teuer sein

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Gerade als Besucher ist das Essen in der Stadt mitunter nicht gerade billig. Klar, die heimische Küche wird zwar schnell langweilig, doch schont sie auch das Portemonnaie. Bei einem Stadtbummel möchte man natürlich gerne mal spontan irgendwo einkehren, wenn das Angebot verlockend ist. Und unterwegs möchte man sich auch mal was gönnen. Doch wo findet man Einkehrmöglichkeiten, die nicht nur gut sind, sondern auch nicht all zu teuer? Das Stadtmagazin tip hat ein paar tolle Tipps zusammengestellt (s. Link unten).

Hier handelt es sich natürlich nur um eine Auswahl, ganz klar, bei dem riesigen Angebot in der ganzen Stadt – zumal immer wieder Läden schließen und neue Läden öffnen. Fühlt man sich von dem einen oder anderen Angebot angesprochen, kann man das Restaurant oder den Imbiss ja mit in die Tagesroute einbeziehen.

Ein prima Tipp ist übrigens das Transit in Mitte in der Rosenthaler Straße 68 (s. Karte unten; einen Ableger gibt es auch in Friedrichshain in der Sonntagstraße 28). Bei diesem thailändischen und indonesischen Restaurant kann man sich vergleichsweise günstig sein Menü selbst aus vielen Kleinigkeiten zusammenstellen. Mit etwas Selbstbeherrschung kann man hier unter 10 Euro bleiben. Die Gefahr, dass die Rechnung dann doch etwas höher ausfällt, ist allerdings gegeben, denn bei den vielen Leckereien kann man nur schlecht nein sagen.

Zur Auswahl des tip geht es hier, zur Website des Transit geht es hier.

PS: Und wer sich mal gefragt hat, was eigentlich die Berliner Eisdielen im Winter machen, der schaut hier nach.


Was machen eigentlich Berliner Eisdielen im Winter?

Fast alle freuen sich auf den Winter mit möglichst viel Schnee. Aber was machen eigentlich die Eisläden in dieser Zeit? Selbst das beste Eis wird bei Minusgraden zu einem Ladenhüter. In Berlin verfallen nicht alle Eisdielen in einen Dornröschenschlaf sondern stellen ihre Räume anderen Projekten zur Verfügung, die dann nur in der Schließzeit der Diele zu sehen bzw. zu besuchen sind. Diese Gelegenheit nutzen oftmals kleine Designlabels, die sich eigentlich keine eigenen Verkaufsräume leisten können oder wollen, aber auch Konditoreien oder andere Läden, die sich einen repräsentativen “Zweitladen” für den Winter gönnen. Die Kreativität kennt hier oftmals keine Grenzen – und zwar nicht nur bei den Ausstellungsstücken und Produkten. Das Berliner Stadtmagazin tip hat ein paar schöne Beispiele dieser so genannten Popup-Shops zusammengetragen (s. Link unten).

Gefallen hat uns zum Beispiel der Shop von Wednesday – Paper Works in der Neuköllner Weserstraße, wo nicht nur die Produkte sehenswert sind, sondern auch die tolle Einrichtung. Eigentlich ist hier die Eismanufaktur mit einer Filiale zu Hause. Nach der Umgestaltung von Wednesday – Paper Works glaubt man sich zunächst in einer Galerie verlaufen zu haben, anstatt in einem Lädchen für Designprodukte aus Papier und Pappe. Toll ist auch Art Sucré Patisserie, die etwas andere Konditorei, die allerdings nur noch bis Ende des Jahres die Räume in der Kreuzberger Hagelberger Straße bezieht.

Die Übersicht vom tip-Magazin findet man hier.

(Foto: Wednesday – Paper Works)


Silvesterparty am Brandenburger Tor

Wenn in Berlin gefeiert wird, dann aber mit großem Brimborium! Silvester ist es wieder so weit: Zwischen der Siegessäule und dem Brandenburger Tor wird zur Neujahresparty alles abgesperrt und nur für Feierfreudige geöffnet. Erwartet werden mehr als eine Million Besucher! Jemanden zum Anstoßen findet man da auf jeden Fall.

Das absolute Highlight wird natürlich wieder das große Feuerwerk direkt am Brandenburger Tor sein. Nach dem Countdown wird die halbe Innenstadt in buntem Raketen- und Feuerwerkslicht erstrahlen, denn geplant ist der Abschuss von 6000 Raketen! Das neue Jahr einläuten werden die Pet Shop Boys. Außerdem treten Bonnie Tyler, Kate Ryan und Jürgen Drews auf. Moderiert wird die Show von Joachim “Joko” Winterscheid und Klaas Heufer-Umlauf sowie Mirjam Weichselbraun. Außerdem wird noch ein Weltrekord angestrebt: Wenn auf Kommando mehr als 100.000 Besucher den “Gangnam Style” des südkoreanischen Rappers Psy tanzen, gibt es für Berlin einen Eintrag ins Guinness-Buch.

Auf der Feiermeile kann man die halbe Nacht verbringen – oder von hier aus in eine eigene Silvester-Partytour starten! Wer noch eine schöne Feier sucht, der kann zum Beispiel mal hier vorbeischauen.


Berlin im TV: “Das Adlon – eine Familiensaga”

Foto: Jochen Sievert / pixelio.de

In der kalten Jahreszeit dürfen sich Berliner und Berlin-Fans auf eine schöne Fernsehfilm-Reihe freuen, die so richtig Appetit auf die Stadt und seine interessante Geschichte macht. Im ZDF wird ab dem 6. Januar der Dreiteiler “Das Adlon – eine Familiensaga” gezeigt. Im Mittelpunkt der (teilweise allerdings fiktiven) Geschichte steht das Berliner Luxushotel mit seiner 100-jährigen Geschichte.

Die Filmreihe erzählt vom Aufstieg und Fall (und wieder Aufstieg) des traditionsreichen Hauses. Tatsächliche Ereignisse der Berliner und der deutschen Geschichte werden dabei mit fiktiven Ereignissen der Familie um die Protagonistin Sonja Schadt (gespielt von Josefine Preuß) verflochten.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1904, dem Geburtsjahr von Sonja Schadt, in dem ihr Vater Lorenz Adlon mit dem Bau des Luxushotels direkt am Pariser Platz beginnt. Über viele ereignisreiche Jahrzehnte (inklusive eines kompletten Abrisses des Gebäudes) führt die Geschichte schließlich bis ins Jahr 1997, in dem das Hotel wiedereröffnet wird.

Produzent Oliver Berben hat für die Produktion einige “Hochkaräter” der deutschen Filmbranche verpflichtet. Zu sehen sind neben Josefine Preuß zum Beispiel Heino Ferch, Marie Bäumer, Christiane Paul, Wotan Wilke-Möhring, Anja Kling und Jürgen Vogel. Dementsprechend kostspielig war das TV-Drama: Ganze 10 Millionen Euro soll die gesamte Produktion gekostet haben.

“Das Adlon – eine Familiensaga” im ZDF Teil eins: Sonntag, 6. Januar 2013; Teil zwei: Montag, 7. Januar 2013; Teil drei: Mittwoch, 9. Januar 2013


Schlittenfahren in Berlin

Foto: Peter Smola / pixelio.de

An Schnee mangelt es in diesem Berliner Winter nicht. Gerade bei Neuschnee lohnt es sich, den Schlitten aus dem Keller zu holen und ein paar Hügel in Angriff zu nehmen. Besonders die Pisten, die schon von ein paar Schlitten “eingefahren” wurden, sind schön schnell. Mit den süddeutschen Schlittenpisten können wir in Berlin zwar nicht konkurrieren, doch ein paar anständige Rodel-Berge gibt es auch hier. Das Stadtmagazin tip hat ein paar schöne Rodelberge zusammengetragen.

Mit am spektakulärsten sind der Teufelsberg und der Berg im Volkspark Friedrichshain. Für Beide braucht es ein wenig Geschick – und auch ein bisschen Mut, denn die Neigungswinkel sind mitunter beachtlich. Immerhin kann man im Volkspark auch auf einen kleineren Berg ausweichen, wenn die große Abfahrt zu gewagt erscheinen sollte. Wenn man ein bisschen Zeit hat und/oder die zentralen Rodel-Pisten schon kennt, dann lohnt sich ein Abstecher in den etwas außerhalb liegenden Volkspark Wuhlheide.


“Die Magical Mystery Show” im Wintergarten

Foto: Promo

Welcher Ort in Berlin ist zu dieser Jahreszeit bestens für eine festlich-schöne und kurzweilige Unterhaltungsshow geeignet? Im Wintergarten wird die Kunst der Illusion gefeiert. Zu sehen sind Bühnenkünstler, Zauberer und Magier, die mit durchaus klassischem Programm eine herrlich erfrischende Aufführung bieten.

Zu sehen sind zum Beispiel die Magier Vitaly und Yelena, die sich in Luft auflösen und prompt wieder erscheinen. Oder der Zauberer Otto Wessely, der seine gesamten Magie-Utensilien wie Gummitauben und Stoffhasen wunderbar überraschend zu einem wüsten Haufen kollidieren lässt. Während des Abends gibt es Nummern mit zersägten Frauen und fingierten Kartentricks zu sehen, die auch eingefleischte Zauber- und Varieté-Fans zum Schmunzeln, Lachen und Staunen bringen dürften.

Die Magical Mystery Show  Wintergarten Varieté, Potsdamer Str. 96, 10785 Berlin; bis zum 26. Januar