Ausstellung: “100 Jahre Fund der Nofretete”

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Sie ist zwar uralt, aber sie sieht immer noch hervorragend aus – bzw. jetzt wieder, denn die Büste der Nofretete musste bei ihrer Entdeckung durch den Archäologen Ludwig Borchardt vor genau 100 Jahren (am 6. Dezember 1912) erst ausgegraben und anschließend vom Wüstensand befreit werden. Die schöne Pharaonenfrau lebte vor rund 3000 Jahren und ist heute in erster Linie wegen der Büste bekannt.

Die bemalte Gipsbüste ist seit 2009 im Neuen Museum ausgestellt und bekommt bis zum 13. April 2013 eine eigene Ausstellung. “Zum einen ist die aktuelle Schau natürlich der 100. Wiederkehr des Grabungsfundes geschuldet”, erklärt Friederike Seyfried, die Direktorin des Ägyptischen Museums, gegenüber dem Stadtmagazin tip (Online-Ausgabe). “Aber wir wollten überdies endlich einmal die vollständigen Schätze zeigen, die Borchardt und sein Team bei der Grabungskampagne 1912/13 nach Berlin transferiert hatten.” Zu sehen sind also noch weitere Funde der ereignisreichen und heute umstrittenen Grabungsexpedition vor 100 Jahren, die bis heute Fachleute beschäftigt. Strittig ist nach wie vor die Frage, wem die Büste eigentlich gehört: Ägypten oder Deutschland.

Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete Neues Museum, Bodestraße 1–3, 10178 Berlin; noch bis zum 13. April 2013


Tour Guide: Von der Alten Nationalgalerie bis zum Bode-Museum

Berlin ist für Besucher die Stadt der kurzen Wege – zumindest wenn es um die kulturellen “Highlights” geht. Die großen klassischen Kunstschätze der Stadt sind zu einem großen Teil auf der Museumsinsel im Stadtzentrum vereint. Hier stehen die großen und wichtigen Museen für klassische Kunst. Dementsprechend groß ist das Getümmel zwischen den Gebäuden. Die Museumsinsel gilt weltweit als einer der wichtigsten Museumskomplexe überhaupt und gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Will man alle Gebäude der Museumsinsel abgehen, beginnt man den Rundgang meistens am Schlossplatz und geht zwischen dem Lustgarten und dem Berliner Dom hindurch. Der Lustgarten und der Dom werden an anderer Stelle vorgestellt, wir beginnen unsere Tour mit dem Alten Museum, das den prächtigen Hintergrund zum Lustgarten bildet. Geht man an der rechten Seite des Alten Museums entlang, steht man vor dem Säulengang der beeindruckenden Alten Nationalgalerie, in der vornehmlich Werke des Klassizismus, der Romantik und des Impressionismus ausgestellt sind. Links daneben, direkt hinter dem Alten Museum, steht das Neue Museum, in dem unter anderem die weltberühmte Büste der ägyptischen Königin Nofretete ausgestellt ist. Lässt man das Neue Museum rechts liegen, geht man über eine kleine Brücke und sieht rechts entlang des Spree-Kanals schon von weitem die kleine Fußgängerbrücke, die zum Eingang des Pergamonmuseums führt. In diesem Museum sind Teile der Antikensammlung sowie das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst untergebracht. Geht man die Fußgängerbrücke wieder zurück, steht man erneut auf der Straße Am Kupfergraben. Läuft man diese weiter rechts hoch, kommt man an einer weiteren kleinen Brücke an, die schließlich zum Eingang des Bode-Museums führt. Es beherbergt die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst und das Münzkabinett.

Die Museumsinsel eignet sich hervorragend für einen kleinen und aufregenden Spaziergang und ist ein “Muss” für jeden Berlin-Besucher. Die Besucherzahlen der Museen sprechen eine deutliche Sprache: Allein im vergangenen Jahr besuchten über 3.200.000 Menschen die fünf Ausstellungshäuser.

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Lange Nacht der Museen

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Herzlichen Glückwunsch, Berlin! Die Stadt wird 775 Jahre alt – und 110 Museen gratulieren. Zwar ist der Geburtstag kein besonders runder, und auf den Tag genau lässt sich die Geburtsstunde auch nicht festlegen (Berlins Schwesterstadt Cölln wurde 1237 zum ersten Mal urkundlich erwähnt), doch Grund zum Feiern ist dieses allemal. Ganz vorne in der Reihe der Gratulanten stehen die Berliner Ausstellungshäuser mit ihrer “31. Langen Nacht der Museen”.

Wie in jedem Jahr öffnen die großen und kleinen Ausstellungshäuser der Stadt ihr Pforten in den Abend- und Nachtstunden und laden zum Gucken und Staunen ein. Los geht es am Samstag, den 25. August bereits um 16 Uhr mit einem großen Picknick auf dem Schlossplatz in Berlin-Mitte. Um 18 Uhr eröffnet der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit auf den Stufen des Alten Museums auf der Museumsinsel das abendliche Kunst-Gucken.

Insgesamt sechs Shuttle-Busse fahren auf sieben Routen die Museen ab. Die Busse starten ab 18 Uhr am Kulturforum am Potsdamer Platz. Wie auch am Schlossplatz gibt es hier einen Ticketvorverkauf und Infostände. Zudem sind Fahrrad-Rikschas für die Besucher im Einsatz. Und ein kleiner Tipp für Smartphone-Besitzer: Der Delius-Verlag bietet eine App zur Langen Nacht der Museen an. Weitere Infos und Tickets gibt es auf der Veranstalterwebsite.