Ausstellung: “Verführung Freiheit” im Deutschen Historischen Museum

Für Kunstinteressierte ist die Ausstellung “ein Muss”: Das Deutsche Historische Museum zeigt in Zusammenarbeit mit dem Europarat eine hochkarätige Ausstellung zum Thema “Kunst in Europa seit 1945″, bei der die Werke von zahlreichen wichtigen Künstlern des vergangenen Jahrhunderts zu sehen. Ausgestellt sind Werke von zum Beispiel Joseph Beuys, Gerhard Richter, Christo, René Magritte und Niki de Saint Phalle. Insgesamt sind die Arbeiten von 113 Künstlern aus 28 Ländern zu sehen.

Die Ausstellung mit dem offiziellen Titel “Verführung Freiheit” ist eine Wanderausstellung und wird im nächsten Jahr in Mailand, Tallinn und Krakau zu sehen sein. In Berlin sind die Werke noch bis zum 10. Februar 2013 ausgestellt. Vor der Eröffnung freute sich Museumsdirektor Alexander Koch auf eine “fantastische Gesamtschau” zum Thema demokratische Grundrechte. Es ist bereits die 30. Ausstellung, die der Europarat seit 1954 in Zusammenarbeit mit großen Ausstellungshäusern realisiert.

“Verführung Freiheit” im Deutschen Historischen Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin, bis zum 10. Februar 2013. Informationen zu Öffnungszeiten und Preisen sind auf der Website des Ausstellungshauses zu finden.

Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2012 (“Flowers / Blumen” von Aurora Reinhard)


Tour Guide: Von der Humboldt-Uni bis zum Zeughaus

Die zweite Tour, die wir vorstellen, ist zwar ausgesprochen kurz, strotzt aber nur so vor echten Sightseeing-Highlights. Die Flaniermeile “Unter den Linden” ist mit seinen Menschenmassen und beeindruckenden Schaufenstern schon an sich ein Erlebnis, doch die angrenzenden Gebäude und Institutionen sind noch einmal eine Extra-Klasse und suchen nach Ihresgleichen – und zwar nicht nur in Deutschland.

Den Auftakt macht das Hauptgebäude der Humboldt-Universität, die auf der schräg gegenüberliegenden Straßenseite der Alten Bibliothek liegt. Beide Gebäude gehörten zum Forum Fridericianum, einem Lieblingsprojekt von Friedrich II., der Kunst, Wissenschaft und Politik an dieser Stelle vereinen wollte. Zwischen der Alten Bibliothek, die wegen ihrer gewölbten Form im Volksmund “Kommode” genannt wird, und der Staatsoper, liegt der Bebelplatz. Dieser erlangte traurige Berühmtheit durch die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten in den 1930er Jahren. Nur ein paar Schritte entfernt, auf der wiederum gegenüberliegenden Straßenseite, liegt die Neue Wache mit der wunderbaren Pieta-Plastik von Käthe Kollwitz im Innenraum. Gleich daneben, nur von einem Kastanienwäldchen und einer kleinen Seitenstraße getrennt, befindet sich das Zeughaus, in dem sich das Deutsche Historische Museum befindet. Wechselt man erneut die Straßenseite, steht man vor dem Kronprinzen-, dem Prinzessinnenpalais und schließlich vor dem Kommandantenhaus.

Diese kleine Tour ist gefüllt von Historie und unvergleichlicher Architektur, zurückgelegt hat man insgesamt aber nur 300 Meter. Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht also voll auf – und man kann sich am Ende der Tour im wunderbaren Lustgarten entspannen, der gleich in Sichtweite liegt (dazu aber später mehr). Wir wünschen viel Spaß beim Schlendern und Staunen!

(Foto: Henry Czauderna / fotolia.com)