St. Hedwigs-Kathedrale

Foto: Wikimedia Commons - gemeinfrei (User: Schlaier)

Die Kathedrale am ehemaligen Forum Fridericianum, dem heutigen Bebelplatz, hat es nicht leicht, sich zwischen den umliegenden Bauten zu behaupten. Sie ist umgeben von der Alten Bibliothek, dem Kronprinzessinenpalais und der früheren Geschäftszentrale der Dresdner Bank, die heute ein nobler Büro- und Hotelkomplex ist. Letztlich entdeckt man die St. Hedwigs-Kathedrale dann aber doch recht schnell, denn die große runde Kuppel ist ein markantes Merkmal des architektonischen Stadtbildes an diesem Ort. Sie ist heute als Kathedrale des Erzbistums Berlin der wichtigste katholische Bau der Stadt.

Der Alte Fritz, wie König Friedrich II. im Volksmund bis heute genannt wird, wollte mit dem Bau Toleranz demonstrieren, denn das evangelisch geprägte Preußen verzeichnete zu der Zeit eine stark anwachsende katholische Gemeinde. Wie so oft wählte er auch in diesem Fall ein historisches Vorbild für den Bau, nämlich das antike Pantheon in Rom, womit der Bau ein repräsentativer Teil des damaligen Forum Fridericianum wurde. Die Baupläne ließ er vom Architekten Knobelsdorff anfertigen.

Seit seiner Fertigstellung erlebte der Bau mehrere Um- bzw. Wiederaufbauphasen. Nach einer fast vollständigen Zerstörung bei einem Bombenangriff 1943 war ein Wiederaufbau nötig geworden, der zwischen 1952 und 1963 vorgenommen wurde. Dabei wurde vor allem der Innenraum stark verändert, der sich am Stil der 1950er Jahre orientiert. Dieses wirkt zunächst recht ungewöhnlich, aber dennoch nicht unpassend. Einen Besuch ist die Kathedrale allemal wert.

Foto: Wikimedia Commons – gemeinfrei (User: Schlaier)


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