Tour-Guide: Von der Schlossbrücke bis zum Marx-Engels-Forum

Foto: Henry Czauderna / fotolia.com

Das Zentrum von Berlin ist vollgepackt mit Sehenswürdigkeiten. Allein auf der Museumsinsel kann man ein ganzes Wochenende verbringen – natürlich nur, wenn man die Museen nicht nur von außen betrachtet und sich auch die Ausstellungen anschaut. (Das derzeit wohl größte Highlight ist übrigens die Nofretete-Büste im Neuen Museum.) Die Schnittstelle Karl-Liebknecht-Straße / Unter den Linden ist ausgesprochen spannend und voll von Geschichte. Diese recht kurze Tour hat es also in sich.

Wir starten unseren Spaziergang (denn nur als solcher macht diese Strecke Sinn) auf der Schlossbrücke, die die Karl-Liebknecht-Straße, die direkt am Alexanderplatz entlangführt, und die Flaniermeile Unter den Linden verbindet. Geht man in Richtung Osten (also in Richtung Alexanderplatz), liegen gleich auf der linken Seite die Gebäude der Museumsinsel mit dem vorgelagerten Lustgarten. Daneben, auf derselben Straßenseite, überragt die Kuppel des Berliner Doms sämtliche Gebäude in der Nähe, während direkt auf der anderen Straßenseite der Schlossplatz und das Areal des Berliner Stadtschlosses liegt. Geht man nun die paar Schritte weiter und überquert die nächste Brücke, liegt zur rechten Hand schließlich das begrünte Areal des Marx-Engels-Forums.

Anmerkung: Das Gelände, auf dem das ursprüngliche Stadtschloss stand, ist derzeit noch verwaist (Stand: 2013). Das Schloss soll allerdings wieder aufgebaut werden. Baubeginn ist nach derzeitigem Stand das Jahr 2014, Fertigstellung soll 2019 sein.

Hier geht’s zu den Sehenswürdigkeiten dieser Tour:

Schlossbrücke

Lustgarten

Berliner Dom

Marx-Engels-Forum

 


Johannespassion im Berliner Dom

Foto: s. unten

Im Berliner Dom auf der Museumsinsel erwartet die Besucher in beeindruckendes und pompöses Spektakel. Regisseur und Dirigent Christoph Hagel inszeniert von Johann Sebastian Bach die Johannespassion. Zu sehen und hören sein werden Sänger, Tänzer, filmische Elemente sowie Orchester und Chor. Über 100 Künstler aus zwölf Ländern sind an der Aufführung beteiligt, unter anderem aus Brasilien, Frankreich, Kanada, Japan, Italien und Deutschland. Darunter sind auch junge Sänger und Tänzer der Staatlichen Ballettschule zu Berlin.

Unter den Passionen Bachs gilt die Johannespassion als eine der jungendlichen. Geschildert werden die letzten Tage im Leben des Jesus von Nazareth nach dem Evengelium Johannes. Dabei wird zwischen den Geschehnissen in Jerusalem und ihrer christlichen Betrachtung unterschieden.

Tickets gibt es zum Beispiel hier.

Johannespassion Berliner Dom, Lustgarten 1, 10178 Berlin; Vorstellungen: bis zum 24. März 2013 jeweils Freitag, Samstag und Sonntag um 20:15 Uhr, am 26./27. März um 20:15 Uhr und am 28./29. März um 17 Uhr; Eintritt ab 28 Euro

Foto: Holger Weinandt via Creative Commons, Lizenz 3.0


Tour Guide: Von der Alten Nationalgalerie bis zum Bode-Museum

Berlin ist für Besucher die Stadt der kurzen Wege – zumindest wenn es um die kulturellen “Highlights” geht. Die großen klassischen Kunstschätze der Stadt sind zu einem großen Teil auf der Museumsinsel im Stadtzentrum vereint. Hier stehen die großen und wichtigen Museen für klassische Kunst. Dementsprechend groß ist das Getümmel zwischen den Gebäuden. Die Museumsinsel gilt weltweit als einer der wichtigsten Museumskomplexe überhaupt und gehört seit 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Will man alle Gebäude der Museumsinsel abgehen, beginnt man den Rundgang meistens am Schlossplatz und geht zwischen dem Lustgarten und dem Berliner Dom hindurch. Der Lustgarten und der Dom werden an anderer Stelle vorgestellt, wir beginnen unsere Tour mit dem Alten Museum, das den prächtigen Hintergrund zum Lustgarten bildet. Geht man an der rechten Seite des Alten Museums entlang, steht man vor dem Säulengang der beeindruckenden Alten Nationalgalerie, in der vornehmlich Werke des Klassizismus, der Romantik und des Impressionismus ausgestellt sind. Links daneben, direkt hinter dem Alten Museum, steht das Neue Museum, in dem unter anderem die weltberühmte Büste der ägyptischen Königin Nofretete ausgestellt ist. Lässt man das Neue Museum rechts liegen, geht man über eine kleine Brücke und sieht rechts entlang des Spree-Kanals schon von weitem die kleine Fußgängerbrücke, die zum Eingang des Pergamonmuseums führt. In diesem Museum sind Teile der Antikensammlung sowie das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst untergebracht. Geht man die Fußgängerbrücke wieder zurück, steht man erneut auf der Straße Am Kupfergraben. Läuft man diese weiter rechts hoch, kommt man an einer weiteren kleinen Brücke an, die schließlich zum Eingang des Bode-Museums führt. Es beherbergt die Skulpturensammlung, das Museum für Byzantinische Kunst und das Münzkabinett.

Die Museumsinsel eignet sich hervorragend für einen kleinen und aufregenden Spaziergang und ist ein “Muss” für jeden Berlin-Besucher. Die Besucherzahlen der Museen sprechen eine deutliche Sprache: Allein im vergangenen Jahr besuchten über 3.200.000 Menschen die fünf Ausstellungshäuser.

(Foto: Henry Czauderna / fotolia.com)


Lange Nacht der Museen

Foto: Olek389/pixelio.de

Herzlichen Glückwunsch, Berlin! Die Stadt wird 775 Jahre alt – und 110 Museen gratulieren. Zwar ist der Geburtstag kein besonders runder, und auf den Tag genau lässt sich die Geburtsstunde auch nicht festlegen (Berlins Schwesterstadt Cölln wurde 1237 zum ersten Mal urkundlich erwähnt), doch Grund zum Feiern ist dieses allemal. Ganz vorne in der Reihe der Gratulanten stehen die Berliner Ausstellungshäuser mit ihrer “31. Langen Nacht der Museen”.

Wie in jedem Jahr öffnen die großen und kleinen Ausstellungshäuser der Stadt ihr Pforten in den Abend- und Nachtstunden und laden zum Gucken und Staunen ein. Los geht es am Samstag, den 25. August bereits um 16 Uhr mit einem großen Picknick auf dem Schlossplatz in Berlin-Mitte. Um 18 Uhr eröffnet der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit auf den Stufen des Alten Museums auf der Museumsinsel das abendliche Kunst-Gucken.

Insgesamt sechs Shuttle-Busse fahren auf sieben Routen die Museen ab. Die Busse starten ab 18 Uhr am Kulturforum am Potsdamer Platz. Wie auch am Schlossplatz gibt es hier einen Ticketvorverkauf und Infostände. Zudem sind Fahrrad-Rikschas für die Besucher im Einsatz. Und ein kleiner Tipp für Smartphone-Besitzer: Der Delius-Verlag bietet eine App zur Langen Nacht der Museen an. Weitere Infos und Tickets gibt es auf der Veranstalterwebsite.